EVA & ADELE – seit 1991 erscheint das in der Kunstwelt international renommierte Paar nicht ohne einander: Stets gemeinsam, stets gleich gekleidet. Nicht verwunderlich also, dass sie auch in unserer aktuellen Sammlungsschau „Paarweise“ vertreten sind.
EVA & ADELE kommen aus der Zukunft. Grenzen des Geschlechts haben sie ebenso hinter sich gelassen wie die Unterscheidung von Kunst und Alltag. Marta Herford widmete ihnen 2013 eine Einzelausstellung, in der erstmals eine neue, dunklere Seite zum Vorschein kam.

Unsere kuratorische Assistentin Ann Kristin Kreisel stellte den beiden 5 Fragen:

Ihr kommt aus der Zukunft. Wie sieht diese aus und treten dort alle paarweise auf?

Aus der Zukunft zu kommen ist absolut in der Gegenwart leben und visionär voranschreiten.
Die uralte Sehnsucht der Menschen paarweise zu leben erweitert sich in der Grenzüberschreitung der Geschlechterrollen.

Wie entstehen Eure Zeichnungen und Malereien? Zeichnet ihr vierhändig?

Wir zeichnen zweiköpfig.

Gibt es Euch als Einzelpersonen? Wenn ja, wann und wo?

Unsere Zusammenarbeit ist komplex und vielschichtig. Wir treffen als Einzelpersonen Entscheidungen im Sinne des Gesamtkunstwerks. Die finalen Entscheidungen zur Vollendung aller Werke treffen wir gemeinsam.

Warum sind gerade diese beiden Werke in der Sammlung Marta?

Das Bild aus der Werkgruppe Transformer-Performer, VIA AURELIA hat Roland Nachtigäller selbst ausgesucht für die Sammlung, weil es eine wichtige Schlüsselarbeit in unserer Werkentwicklung ist.
Die sehr frühe Arbeit „Men has the Phallus, Women is the Pallus“ (Jacques Lacan) aus 1993 hingegen haben wir dem Marta geschenkt.
Wir stehen da in Reizwäsche und halten einen riesigen Rettich als Phallus auf dem Foto, das im Futter des schwarzen Lackmantels angenäht ist. Die Wahl des Titels für dieses Werk zeigt unseren Humor und den souveränen Umgang mit Geschlechterrollen.

Ihr habt den Ausspruch geprägt „WO WIR SIND IST MUSEUM“. Welches Verständnis von Museum drückt sich darin aus? Gibt es dort auch eine Sammlung?

Where ever we are is Museum zielt auf das „ Museum“, welches überall als selbstverständlich zum Leben gehörend stattfinden kann, in der Begegnung mit EVA & ADELE.
Die Sammlung der Begegnungen ist riesengroß, weltweit verbreitet und ist in den Köpfen der Menschen.

Abbildung von EVA&ADELEs Werk "Tranformer-Performer VIA AURELIA"

EVA & ADELE: Transformer-Performer, VIA AURELIA © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

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EVA & ADELE: „Men has the Phallus, Women is the Phallus“ (Jacques Lacan), © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

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