Als öffentliche Institution ist auch das Marta Herford angehalten, sich mit Fragen der Barrierefreiheit auseinanderzusetzen, um einen möglichst einfachen Zugang für alle Besucher zu gewährleisten. Wie wir bei einer Begehung mit Fachleuten lernen mussten, kann die eigentlich recht übersichtliche Eingangssituation des Museums für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen ein enormes Hindernis darstellen. Seit Anfang Oktober ist Stefan Hoffmann (*1961 in Peine, DE, lebt in Rotterdam) in Herford, um eine Arbeit vor Ort zu entwickeln, die diesem Manko abhelfen soll. Die europäischen Standards für Barrierefreiheit dienen dem Künstler als Ausgangspunkt für eine grafische Arbeit.

Mit seinen Siebdrucken auf der Glasfassade schafft er nicht nur ein Leitsystem für Menschen mit einer Sehschwäche, sondern definiert zugleich die funktionalen Anforderungen am dem Eingangsbereich künstlerisch neu. Während das freie Spiel mit Worten für Menschen mit Seheinschränkungen dienlich ist, führt es bei den anderen Besuchern zu einer Irritation des Auges. Für seine Arbeit vor Ort hat er einige ungewöhnliche Werkzeuge und Materialien mit nach Herford gebracht.

 

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Mit farbigem Papier probiert der Künstler mögliche Kombinationen der Buchstaben aus, die später auf die Fassade übertragen werden.

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Auf dem Leuchtkasten werden die Schablonen der Buchstaben angeordnet, mit denen dann im nächsten Arbeitsschritt die Siebdruckrahmen vorbereitet werden.

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Für die Zusammensetzung der Farben hat Stefan Hoffmann eine exakte Waage parat.

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Einer der Siebdruckrahmen lehnt unauffällig an der Wand, umringt von Putzmitteln und Farbflaschen.

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An der Glasfassade werden die Siebdruckrahmen durch Saugnäpfe positioniert.

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