Illustration Filmtrailer

Jeder, der ab und zu ins Kino geht, kennt ihn, den Film-Trailer: ein zusammengesetzter, kurzer Clip, der als Vorschau und zur Bewerbung neuer Filme dient. Inzwischen ist es Usus, dass auch viele Museen und Ausstellungshäuser eigene Trailer bzw. Ausstellungsfilme drehen, um damit die Neugier des Publikums zu wecken. Das Spektrum reicht von Filmen, welche die Ausstellungsthematik kreativ aufgreifen, wie zum Beispiel vor einigen Jahren die Schirn Kunsthalle mit ihrem Trailer zu „Surreale Dinge“, bis hin zu Dokumentationen, die von Aufbau und Entstehung der Schau vor Ort erzählen und Künstler und Kuratoren des Projekts zu Wort kommen lassen, wie bei dem Erwin Wurm-Projekt im Kunstmuseum Wolfsburg. Auch Marta Herford verfügt über ein umfangreiches Filmarchiv auf YouTube, in dem sämtliche Ausstellungen der vergangenen Jahre dokumentiert sind.

An Ausstellungstrailer werden meist hohe Anforderungen gestellt: Sie sollen eine Geschichte erzählen, knapp sein, das Projekt anspruchsvoll und zugleich allgemein verständlich darstellen, Gedanken der beteiligten Künstler und Kuratoren zitieren, man möchte möglichst viele Schätze zeigen und doch geheimnisvoll bleiben. Deshalb ist die Konzeption und Umsetzung eines Trailers immer wieder eine Herausforderung, die zugleich sehr viel Freude macht. Ich war ziemlich begeistert, als mir das Projekt übertragen wurde, den Trailer für die große Sommerausstellung in unserem Jubiläumsjahr verantworten zu dürfen: „Harmonie und Umbruch – Spiegelungen chinesischer Landschaften“.

Schon zu Beginn des Projekts schwebte mir etwas Cineastisches, etwas Bildgewaltiges vor, das die Stimmung der Ausstellung einfängt. Ich dachte an einen Film, in dem allein die Kunstwerke im Vordergrund stehen, gleich einer Landschaft, die zum Spaziergehen einlädt. Und kurz sollte er sein, maximal anderthalb Minuten lang – gerade lang genug, um das Thema der Ausstellung erahnen zu lassen. Kein Ersatz für die Ausstellung, wie das manchmal im Kino mit der Vorschau der Fall ist.

Mit unserem Filmemacher Ivo Tödtmann war ich fast zwei Tage in den Ausstellungsräumen unterwegs. Ivo hat mit einer 4K-Kamera und einem Slider die Kunstwerke gefilmt.

Ein Trailer kann – und soll – nie die gesamte Ausstellung abbilden. Deshalb mussten wir uns auf einen Teil der Exponate beschränken. Über die finale Szenenauswahl und auch die Reihenfolge haben wir hinterher am Bildschirm entschieden, als auch die Musik, ein schneller, durchrhythmisierter Soundtrack, feststand. Das Ergebnis ist ein anderthalbminütiger Ausflug durch die chinesischen Landschaften im Marta, der davon erzählt, wie vielfältig dieses Thema in der Gegenwartskunst von Künstlern aus Ost und West aufgegriffen wird:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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